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Geschichte
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Die NEUE LÜBECKER - ein Erfolgmodell damals, heute, morgen
Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte in Deutschland eine akute Wohnungsnot. 12 Millionen Deutsche waren auf der Flucht in den Westen und wurden hauptsächlich durch die damals agrarisch
strukturierten Länder Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern aufgenommen. Die Einwohnerzahl Schleswig-Holsteins stieg um 63,2 Prozent. Die Bevölkerung im Kreis Stormarn wuchs sogar
um rund 116 Prozent. Lübeck wurde zu der Flüchtlingsgroßstadt Norddeutschlands. Dabei waren auch hier Teile der Stadt durch die Bombardierungen zerstört. Hatte es 1942 noch 44.500 Wohnungen für 152.000 Einwohner gegeben, so kamen im Juli 1945 auf 234.000 Einwohner nur noch 37.500 reguläre Unterkünfte. Viele Familien wurden in kleinsten Räumen und Baracken notdürftig untergebracht. Die Lübecker Bevölkerung bestand in den Jahren nach dem Krieg zu 39 Prozent aus Flüchtlingen.
In diesem Umfeld entschlossen sich politisch aktive und verantwortungsbewusste Männer aus den Reihen der Heimatvertriebenen zur Selbsthilfe: Am 14. November 1949 gründeten sie die NEUE LÜBECKER. |
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Anfang der 50er Jahre beschloss der Bundestag ein Wohnungsbaugesetz, das die Bereitstellung öffentlicher Gelder für den Bau von Sozialwohnungen vorsah. Ein historisch beispielloser Wiederaufbau begann. Die NEUE LÜBECKER wirkte von Anfang an im Wohnungsbau nach Kräften mit: Bereits am 01.04.1951 konnten 155 Familien und zum 01.07.1951 weitere 56 Familien Wohnungen im "Philosophenviertel" in Lübeck beziehen. Und die NEUE LÜBECKER wuchs weiter: Ende 1959 - zum 10-jährigen Bestehen - besaß sie bereits 2.003 Wohnungen und dazu ein eigenes Geschäftshaus.
In den 60er Boom-Jahren verteuerte sich das Bauen dramatisch. Auch die NEUE LÜBECKER verringerte jetzt die allgemeine Neubautätigkeit und setzte stattdessen auf Fusion mit anderen Genossenschaften: Nacheinander schlossen sich die „Sozialer Wohnungsbau Gemeinnützige Siedlungsgenossenschaft EGMBH“ (1967), die „Heimstättengenossenschaft Nordstormarn EGMBH“ (1968) und die „Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Süd-Stormarn EGMBH“ (1972) der NEUE LÜBECKER an. |
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Die 70er Jahre wurden durch die Folgen der Ölkrise von 1973 geprägt. Sie führte in der westlichen Wirtschaft zu einer Rezession, in der auch die Wohnungswirtschaft mit Vermietungsproblemen und entsprechende Verlusten durch Leerstände zu kämpfen hatte. Andererseits gab die Verteuerung des Öls aber auch Anlass zu einer ersten großen Modernisierungswelle: Die Fassaden bekamen jetzt durchgängig eine Wärmedämmung sowie dichtere Kunstofffenster, auch wurden Heizkessel mit höheren Wirkungsgraden eingebaut. Und natürlich baute die NEUE LÜBECKER weiter und kaufte Wohnhäuser zu: 1978 überschritt die Genossenschaft die magische Grenze von 10.000 Wohnungen.
Anfang der 80er Jahre wurden einige Versäumnis in der Stadt- und Wohnraumplanung der Vergangenheit unübersehbar: Insbesondere in den Großstädten kam es zu Hausbesetzungen, denn es fehlte hier vor allem an kleinen, preisgünstigen Wohnungen. Die NEUE LÜBECKER begegnete dieser Nachfrage durch Umbaumaßnahmen: aus großen, jetzt schwer zu vermietenden Wohnungen wurden mehrere, kleinere Wohneinheiten. Auch zuvor als Abstellflächen genutzte Dachgeschosse wurden zu Wohnungen ausgebaut. Im November 1986 fusionierte die "Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Elbmarsch eG" mit der NEUE LÜBECKER, womit der Standort Elmshorn wesentlich ausgebaut wurde.
Nach Mauerfall und Grenzöffnung (1989) kam es zu einem wahren „Run“ auf die Wohnungen in Westdeutschland. 1991 expandierte die NEUE LÜBECKER nach Mecklenburg-Vorpommern - durch Fusion mit der "AWG Aufbau“ (Crivitz), den "Arbeiterwohnungsbaugenossenschaften" in Neuhaus/Elbe, Warin, Hagenow, Wittenburg-Zarrentin sowie der "Wohnungsgenossenschaft Schwerin-West eG". Sofort wurde überall mit der Modernisierung der Wohngebäude begonnen. Allerdings musste die NEUE LÜBECKER einen Teil dieser Wohnungen aufgrund des Altschuldenhilfegesetzes ab 1993 wieder veräußern - vorzugsweise an die Mieter. Im gleichen Jahr erwarb die NEUE
LÜBECKER von der WGS Schwerin 844 Wohnungen und verstärkte damit nochmals ihr Engagement in Mecklenburg-Vorpommern. Rechtzeitig vor dem 50-jährigen Gründungsjubiläum (1999) bezogen die Mitarbeiter der NEUE LÜBECKER am Hauptsitz in Lübeck 1998 das neue Geschäftshaus in der Falkenstraße. |
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Das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends steht für die NEUE LÜBECKER im Zeichen von Bestandserneuerung und Modernisierung. Viele Wohnungen, die in den 50er und 60er Jahren zur raschen Linderung der damaligen Wohnungsnot errichtet wurden, entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen an Wohnungsgröße, Wärmedämmung, Schallschutz und Komfort. Sie werden durch moderne Gebäude ersetzt oder - wenn die Wohnungszuschnitte der alten Häuser zukunftsfähig sind und die Bausubstanz es zulässt - den energetischen Anforderungen unserer Zeit angepasst. Gleichzeitig verstärkt die Genossenschaft durch Zukäufe und Neubauten ihr Engagement in der "wachsenden Stadt" Hamburg und in den kleineren Städten im "Hamburger Rand". Die NEUE LÜBECKER ist heute
die größte Wohnungsbaugenossenschaft Deutschlands - wirtschaftlich kerngesund und unternehmerisch wie gesellschaftlich hoch engagiert. |
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